Konventionelle Therapie

Depressionen werden mit verschiedenen Methoden behandelt. Üblicherweise beginnt man mit Psychotherapie und den Antidepressiva der ersten Wahl : SSRI (Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin), DNRI (Bupropion), SNRI (Duloxetin und Venlafaxin) oder NASSA (Mirtazapin). Ihre Wirkung beruht darauf, daß sie im Gehirn die Konzentration an Neurotransmittern und chemischen Botenstoffen regulieren. Da Antidepressiva oral verabreicht, über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und über den Blutweg (systemisch) im gesamten Organismus verteilt werden, treten sehr häufig unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, die das Absetzen erfordern:

Gewichtszunahme bis hin zum metabolischen Syndrom (Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörung)

  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Benommenheit
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Angst
  • Veränderung der sexuellen Appetenz (Libido)
  • Verminderte Erektionsfähigkeit (erektile Dysfunktion, Impotenz)
  • unnormale Ejaculation (ausbleibender Erguß trotz Orgasmus)
  • Orgasmusverzögerung oder ausbleibender Orgasmus
  • vermehrter Appetit
  • verminderter Appetit
  • allgemeines Schwächegefühl
  • trockener Mund
  • vermehrtes Schwitzen
  • vermehrte Tagesmüdigkeit
  • Entstehung eines restless legs syndrome (Mirtazapin)
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Erschöpfung (Fatigue)
  • Schwitzen
  • Zittern (Tremor)
  • Entzugssymptomatik bei Auslassen oder Absetzen der Medikation
  • Unfähigkeit, am Straßenverkehr teilzunehmen, Maschinen zu bedienen oder Tätigkeiten auszuüben, die Trittsicherheit erfordern

 

Darüber hinaus entfalten Antidepressiva nicht immer die gewünschte Wirkung: Nichtansprechen findet sich in über 40% der Fälle. Therapeutisch wird üblicherweise darauf reagiert, indem man auf andere Depressiva, sog. MAO-Hemmer wechselt oder Augmentationsstrategien verfolgt durch Verwendung von Kombinationen, die sich in ihrer Wirkung verstärken. Leider treten bei diesem Vorgehen verstärkt Nebenwirkungen auf. Wenn auch das nicht funktioniert, wurden atypische Antipsychotika (Neuroleptika) als Wirkverstärker eingesetzt.

 

Wer auf Antidepressiva der ersten Wahl nicht reagiert oder durch intolerable Nebenwirkungen von der Einnahme abgehalten wird, muß nicht mehr diesen mühsamen Weg zu Ende beschreiten. Es gibt eine nichtinvasive und nicht-systemische Behandlungsalternative:

Neuromodulation mit rTMS (repetitive transkranielle Magnetstimulation)